Auftakt zu Ringveranstaltung „Gelebter Klimaschutz Bayern Tirol“ auf Rosenheimer Bauernherbst

Die Regionalvermarktung als Beitrag zum Klimaschutz war Thema der ersten Ringveranstaltung des grenzüberschreitenden Projekts „Gelebter Klimaschutz in Bayern und Tirol“. Unter dem Titel „Der Rosenheimer Bauernherbst und die Schmankerlstraße“ luden die Projektpartner aus Bayern und Tirol politische Entscheidungsträger, Vertreter von Initiativen und weitere Akteure und interessierte Bürger zum Wissenaustausch nach Rosenheim ein. Nach der Eröffnung der Schmankerlstraße auf dem Ludwigsplatz in Rosenheim konnten die Teilnehmer an den dortigen Ständen direkt ins Gespräch kommen und sich ein Bild der Angebotsvielfalt der dort präsentierten regionalen Produkte machen.

Im Saal der nahen Musikschule fand anschließend das Vortragsprogramm statt. Da die Teilnehmerzahl cocornabedingt stark begrenzt war, konnte man die Veranstaltung auch per Livestream im Internet verfolgen. Nach der Begrüßung durch die Projektpartner – vertreten durch Esther Jennings von der Euregio Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal und Katharina Voggenauer von der Wirtschaftsförderstelle des Landratsamtes Rosenheim – eröffnete Christian Jochum von der Landwirtschaftskammer Österreich den Vormittag mit seinem Fachvortrag „Kurze Versorgungsketten – mehr als Klimaschutz“. Er zeigte aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der regionalen Lebensmittelversorgung sowohl bei Produzenten als auch aus Sicht der Konsument auf. Der Faktor „Zeit“ ist die wesentliche Größe und Herausforderung als Grund warum dem verantwortungsbewussten Lebensmitteleinkauf und auch dem Genuss der Mahlzeiten oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Genau dieses Bewusstsein wird mit dem Format „Rosenheimer Bauernherbst“ gestärkt, wie Sebastian Friesinger vom Verein zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim e.V. in seinem Vortrag erläuterte. Er betonte die erfolgreiche Vermarktung regionaler Produkte auf Herbstmärkten, in lokalen Gastwirtschaften oder auf Hofläden und deren Bedeutung für das Leben auf dem Land. Regionale Kreisläufe und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, die dahinter stehenden Kontakte und Beziehungen spielen für eine intakte Dorfgemeinschaft eine ebenso bedeutende Rolle wie zum Beispiel das aktive Vereinsleben. Die anschließenden Kurzvorstellungen der Initative Kaiserweis und der Speisekammer Foodcoop e.V. aus Tirol und der bayerischen Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein, der Öko-Modellregion Waginger See-Rupertiwinkl, der Wirtschaftsförderung Traunstein und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land zeigten die Gemeinsamkeiten und die Vielfalt der Initiativen und Projekte rund um regionale Produkte auf. Als Organisator der jährlich in Rosenheim stattfindenden Schmankerlstraße hob Josef Steingraber vom Bayerischen Bauernverband Rosenheim die Bedeutung des direkten Kontakts zwischen Konsumenten und Produzenten aus der Region hervor. Hier können Angebote wie die Schmankerlstraße, welche direkte Kontakte ermöglicht, einen entscheidenden Beitrag zum Vertrauensaufbau und zur Bewusstseinsbildung leisten.

Nach dem erfolgreichen Auftakt der Ringveranstaltung „Gelebter Klimaschutz in Bayern und Tirol“ finden zwei weitere Veranstaltungen statt, um regionale Projekte und Initaitiven vor den Vorhang zu holen. Am 18. März 2021 wird die Ringveranstaltung mit dem Thema Wärmeenergie fortgesetzt und ein weiterer Termin zum Thema Mobilität findet am 18. Juni 2021 statt.

Infos und Live-Stream zu den Veranstaltungen werden veröffentlicht unter https://www.facebook.com/klimabayerntirol.

Die LAG Chiemgauer-Seenplatte beteiligt sich als Projektpartner an der Initiative „Gelebeter Klimaschutz in Bayern und Tirol“, um den regionalen und grenzüberschreitenden Wissenaustausch in diesem Themenfeld zu unterstützen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg Österreich-Bayern gefördert. Federführend im Projekt ist die Euregio Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal, weitere Projektpartner sind der Landkreis Rosenheim, die Stadt Kufstein, die Regionalinitiative LAG Mangfalltal-Inntal, die Regio-Tech Hochfilzen Pillerseetal Regionalentwickungs-GmbH, die LAG Chiemgauer Alpen, die Klima- u. Energiemodellregion Alpbachtal, die LAG Traun-Alz-Salzach, der Landkreis Berchtesgadener Land und das Regionalmanagement KUUSK.

 

Elke Ott (LAG Traun-Alz-Salzach), Irmi Prankl (Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein) und Katharina Voggenauer (Wirtschaftsförderstelle Landratsamt Rosenheim) auf der Schmankerlstraße. Foto: LAG Chiemgauer-Seenplatte

Die Vielfalt regionaler Produkte findet sich an den Ständen auf der Schmankerstraße wieder. Hier kann man Probieren, Einkaufen und vor allem kommen Kunden und Produzenten miteinander ins Gespräch. Foto: LRA Rosenheim

Mitglieder des Projektteams v. l. Katharina Voggenauer (Wirtschaftsförderstelle LRA Rosenheim), Kolja Zimmermann (LAG Chiemgauer Alpen), Esther Jennings (Euregio Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal) und Christian Fechter (LAG Chiemgauer Seenplatte). Foto: Esther Jennings

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