Exkursion in die LAG Mangfalltal-Inntal zeigt erfolgreiche LEADER-Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Brauchtum und Kultur

Wie LEADER-Förderung vor Ort wirkt, zeigte eine Exkursion der LAG Mangfalltal-Inntal zu drei Projekten in Bad Aibling, Ostermünchen und Großkarolinenfeld. Im Mittelpunkt standen der Mehrgenerationenpark im Kurpark Bad Aibling, das neue Trachtenheim des GTEV Almarausch Ostermünchen sowie das Kulturprojekt in der Karolinenkirche Großkarolinenfeld. Den Abschluss bildeten Projektvorträge aus Kiefersfelden, das Rosenheimer Weidefleisch, der Gmoabus in Feldkirchen-Westerham sowie Maßnahmen zum Bürgerengagement.

Erste Station der kürzlich gemeinsam mit den beiden Partner-LAGs Chiemgauer Seenplatte und Traun-Alz-Salzach veranstalteten Exkursion im Gebiet der LAG Mangfalltal-Inntal war der Mehrgenerationenpark im Kurpark Bad Aibling. Dort machte Kurdirektor Thomas Jahn deutlich, wie ein öffentlich zugänglicher Bewegungsparcours Menschen aller Altersgruppen zu mehr Aktivität im Alltag anregen kann. Begeistert schilderte Jahn, wie Kurgäste, Patientinnen und Patienten, Einheimische, Kinder und Erwachsene den Mehrgenerationenpark regelmäßig nutzen und der Park sich in kürzester Zeit so zu einem Treffpunkt für alle entwickelte.

Die Teilnehmenden besuchten dann den GTEV Almarausch Ostermünchen, um das neue Trachtenheim zu besichtigen und zeigten sich deutlich beeindruckt. Trachtenproben, Versammlungen des eigenen und anderer Vereine und Theateraufführungen sind dort nun mit ausreichendem Platz, Versorgungsmöglichkeiten und Lagerstätten für das Trachtengewand gut vorstellbar. Die beiden Trachtler Andi Neichl und Johann Heller strahlten angesichts all des Lobs durch die Besucher und berichteten stolz von der guten Auslastung und Nutzung ihres neuen Heims und der tatkräftigen Unterstützung vieler ehrenamtlicher Vereinsmitglieder während der Bauphase.

Die drei LEADER-Regionen Chiemgauer Seenplatte, Mangfalltal-Inntal und Traun-Alz-Salzach besuchen sich reihum, um sich zu vernetzen und von guten Ideen inspirieren zu lassen – hier bei der Besichtigung des Trachtenheims des GTEV Almarausch Ostermünchen. Foto: LAG Chiemgauer Seenplatte.

Zu guter Letzt machte die Gruppe Station in der Karolinenkirche in Großkarolinenfeld. Die Kirche ist die älteste evangelische Kirche Altbayerns und gilt als bedeutender Ort bayerischer Religionsgeschichte, war in dieser Rolle aber bislang nur begrenzt öffentlich sichtbar. Gleichzeitig bietet der Kirchenraum gute Voraussetzungen für Kunst, Musik und Literatur. Mit Unterstützung von LEADER öffnete die evangelische Kirchengemeinde den Kirchenraum stärker als Kultur- und Begegnungsort. Gefördert wurden ein attraktiv gestaltetes Geschichtsbuch sowie die Veranstaltungstechnik. Pfarrer Richard Graupner berichtete begeistert von den ersten Ausstellungen und Konzerten in seiner neu gestalteten Kirche.

Beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher von den verschiedenartigen Nutzungen und der modernen, aber den Kirchenraum toll zur Geltung bringenden Gestaltung der Karolinenkirche. Foto: LAG Chiemgauer Seenplatte.

Den Abschluss der Exkursion machten Projektvorstellungen im Rathaus von Großkarolinenfeld, wohin Bürgermeister Anton Wallner zu einer stärkenden Brotzeit lud. Er stellte die Gemeinde vor, bevor Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber und Bauamtsleiter Sebastian Senftleben die dortigen LEADER-Projekte Parkour-Anlage, Energieweg und das Industriemuseum Blaahaus präsentierten. Stefanie Adeili von der Ökomodellregion berichtete über die für das Vieh stressfreie Schlachtanlage und die Wertschöpfungskette beim Rosenheimer Weidefleisch und Nico Hirsemann von der Gemeinde Feldkirchen-Westerham informierte über die Hintergründe des neuen gemeindeeigenen „Gmoabus“ zur Überbrückung der sog. letzten Meile in der flächenstarken Kommune. Die LAG-Managerin Gwendolin Dettweiler von Sweco bot abschließend einen Einblick in einzelne Kleinmaßnahmen zum Bürgerengagement, einer vereinfachten Kleinprojekteförderung, die in der Region begeistert angenommen wird.

Die Exkursion machte deutlich, wie unterschiedlich LEADER-Projekte ausfallen können – und wie konkret sie das Leben vor Ort stärken: durch Bewegung und Gesundheit, durch ehrenamtliches Engagement und Brauchtumspflege sowie durch Kultur, Geschichte und Begegnung.

Aktuell stehen für die LAG-Gemeinden und ihre Vereine in den LAG-Gebieten Mangfalltal-Inntal und Chiemgauer Seenplatte noch ausreichend LEADER-Mittel zu Verfügung. Wer eine Projektidee hat, erhält weitere Informationen jederzeit beim LAG-Management der Chiemgauer Seenplatte.

Ein im Rahmen des GAP-Strategieplans Deutschland 2023 – 2027 gefördertes LEADER-Projekt im Freistaat Bayern. Die Förderung des Projekts LAG-Management der LAG Chiemgauer Seenplatte hat als Zielsetzung die Erfüllung der Umsetzung der LES 2023 - 2027.
Gefördert durch die EU Gefördert durch das Bay. StMELF
Aktionsgruppe Chiemgauer-Seenplatte