14. Juni 2026
Mehr Barrierefreiheit in Ising: Wallfahrtskirche und Friedhof ab sofort barrierearm erreichbar
Ein bedeutendes Projekt für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Besucher der Region ist erfolgreich abgeschlossen: Die historische Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Ising und der dazugehörige Friedhof verfügen ab sofort über einen neuen, barrierearmen Zugang. Die neu errichtete Rampe an der Südseite schließt eine wichtige Lücke. Sie ermöglicht es älteren Menschen, Familien mit Kinderwagen sowie Personen mit Mobilitätseinschränkungen, die geschichtsträchtige Kirche aus dem 14. Jahrhundert und die Gräber unbeschwert und sicher zu besuchen. Nachdem das Vorhaben in der Vergangenheit aufgrund komplexer Rahmenbedingungen und strenger Denkmalschutzauflagen mehrfach geprüft und diskutiert wurde, gelang im Jahr 2023 der entscheidende Durchbruch. Sylvia Gugler, Eigentümerin von Gut Ising, stimmte einer Dienstbarkeit für das betroffene südliche Grundstück zu. Mit dieser Unterstützung konnte die finale und denkmalgerechte Planung erfolgreich in die Tat umgesetzt werden.

Ein starkes Gemeinschaftsprojekt für die Region
Die Realisierung des Bauprojekts, bei dem neben der Barrierearmut auch die harmonische Einfügung in das historische Gesamtensemble, Entwässerungsfragen und die Abstützung der Friedhofsmauer gelöst werden mussten, wurde durch ein breites Bündnis ermöglicht. Neben der maßgeblichen Förderung durch das europäische LEADER-Programm flossen Mittel der Chiemgau-Stiftung und Zuschüsse des Erzbischöflichen Ordinariats aus dem Sonderetat für barrierefreies Bauen in das Projekt.
Besonders wertvoll war der große Rückhalt aus der Bevölkerung: Zahlreiche Pfarreimitglieder und Bürger beteiligten sich mit Einzelspenden. „Ohne diese großartige Unterstützung und das ehrenamtliche Engagement vor Ort wäre dieser barrierearme Zugang nicht denkbar gewesen“, betont Sandra Bertl, Verwaltungsleiterin des Chieminger Pfarrverbands. Auch die enge und stimmige Zusammenarbeit mit der Leitung von Gut Ising trug dazu bei, dass sich der neue Weg nun ästhetisch und einladend präsentiert. Der neue Zuweg steht ab sofort allen Besuchern offen und setzt ein starkes Zeichen für ein lebendiges Miteinander.