Grenzüberschreitende Veranstaltungen zum Thema Passivhaus

Passivhäuser sind die Zukunft des energieeffizienten Bauens. Um über die neuesten Entwicklungen und den Passivhaus-Standard in öffentlichen Gebäuden zu informieren, veranstaltete die Euregio Inntal und die KlimaWerkstatt Alpbachtal, ein vorbereitendes Webinar und eine Exkursion zu diesem Thema. Die LAG Chiemgauer Seenplatte hat sich gemeinsam mit dem Landkreis und der Stadt Rosenheim, der LAG Mangfalltal-Inntal und den Regionalmanagements Regio3, Regio-Tech, KUUSK und Kitzbüheler Alpen als Partner im Projekt engagiert.

Im Rahmen eines Webinars am 23. April 2024  erläuterte Dipl.-Ing. Dietmar Kraus von „kraus energiekonzept“ grundlegende Prinzipien der Passivhaus-Bauweise und dessen Vorteile hinsichtlich Wohnkomfort & Energieeffizienz. Der zweite Vortrag von Dipl.-Ing. Laszlo Lepp, Geschäftsführer des Passivhaus-Instituts fokussierte sich auf die Umsetzung des Passivhaus-Standards in öffentlichen Gebäuden. Hier wurden Best-Practice-Beispiele präsentiert und Herausforderungen diskutiert. Im Anschluss an die Fachvorträge wurden in einer Fragerunde mit den zahlreichen Teilnehmenden verschiedene Aspekte vertieft und besprochen. Das Webinar zum Thema Passivhaus war ein voller Erfolg und bot spannende Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen hinsichtlich einer energieeffizienten und zukunftsorientierten Bauweise.

Zwei Wochen später, am 08. Mai 2024 konnten die interessierten Teilnehmenden das „Campagne Reichenau“ in Innsbruck exklusiv besichtigen. Das Campagne Areal ist das Vorzeigeprojekt in Tirol für innovative und smarte Quartiersentwicklung und darüber hinaus Best-Practice für die Schaffung von nachhaltigem und kostengünstigem Wohnraum. Die besichtigten Gebäude sind nach den Kriterien des Passivhaus-Instituts zertifiziert. Leandra Jänicke, die Nachhaltigkeitsexpertin der ausführenden Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und ein technischer Mitarbeiter führten die interessierten Teilnehmenden durch die Anlage, erklärten die Entstehungsgeschichte mit partizipativen Beteiligungsmodellen, die Einbindung der Bevölkerung und weiterer Akteure, die Gestaltungen und technische Details.

Die sehr informative, kurzweilige und aufschlussreiche Veranstaltung mit Webinar und Exkursion hat gezeigt, dass grenzüberschreitende regionale Kooperationen enorm wichtig sind, um Informationen und Wissen zu vermitteln und nutzbar zu machen, um gemeinsam die globalen Herausforderungen zu meistern.

Das grenzüberschreitende zweiteilige Passivhaus Event wurde von der Euregio-Inntal mit Mittel des Interreg Programms Bayern Österreich gefördert (https://www.interreg-bayaut.net/).

Aktionsgruppe Chiemgauer-Seenplatte